Hoch über der Saar – locker bleiben!

In den Sommerferien waren wir mit den Kindern oft unterwegs. Wir haben vieles ausprobiert und ich werde nach und nach davon berichten. So haben wir dann auch, nach einer langen Shoppingtour bei so einem blau-gelben Imbushersteller,  unsere Kinder mit einem Abendessenpicknick an der Saarschleife belohnen wollen. Ich war bisher noch nie an der Saarschleife – nicht zu fassen.

Trotzdem war ich einigermaßen Skeptisch: Irgendwann letztes Jahr hat mir Facebook ein Bild von einer architektonischen Extravaganz auf den Bildschirm gespült. Direkt gegenüber der Saarschleife auf der Cloef ein modernes Ungetüm, das irgendwie Falsch wirkte. Ich war einigermaßen entsetzt, dass man an die Saarschleife so ein Dings hingebaut hat. Aber in Natura wirkte es nicht mehr ganz so bedrohlich. Als die Kinder bemerkten, dass man da drauf darf, war beschlossen, wir wollen wen Baumwipfelpfad einmal genauer unter die Lupe nehmen.

Bereits an der Kasse die erste positive Überraschung, die Familienkarte beinhaltete alle eigenen Kinder und nicht nur, wie als zu oft 2 Erwachsene und 2 Kinder. Da haben wir dann auch gerne noch das Comic für das Bilderrätsel mit dem Eichhörnchen gekauft. Nach der Kasse geht es auf breiten Holzbohlen mit sanfter Steigung von 6% nach oben. Das der Baumwipfelpfad auch für Menschen mit Gehbeeinträchtigungen geeignet ist, zeigte sich schnell, als Lisa mit einer Tafel des Rätsels beschäft war, und eine Gruppe Senioren mit Rotatoren fluchs an uns vorbeihuschte.

Langsam schiebt sich die Rampe an die Klippe der Cloef heran, langsam gewinnen wir an Höhe. Bis wir schließlich an der eigentlichen Spirale zur Aussichtsplattform angekommen sind. Immer wieder informieren Tafeln über Natur und Geologie der Saarschleife. Beim Hochlaufen der Spirale verändert sich immer wieder der Eindruck von der Saarschleife, bis man sie schließlich weit unter sich liegen sieht, eingerahmt von einem atemberaubenden Panorama. Im wahrten Sinne des Wortes ein Highlight. Selbst wenn man die Architektur des Baumwipfelpfades nicht mag. Ich bin mir sicher, hier ist auf jeden Fall ein Platz, wo man nicht viel davon sieht.

Nach dem Abstieg haben wir dann doch ausgiebig in der Regiothek (fürchterliches Wort) des Cloef-Atriums gestöbert. Hier gab es auch einiges von Ebbes von Hei!. Wunderbar. Die Saarschleife ist auch durch einige Traumschleifen und – Schleifchen ausgezeichnet erschlossen. Ich werde sicherlich wieder herkommen, um dann die Perspektive von Fluss, Wald und Berg zu erleben.

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