Von wilden Grafen und wilden Tieren

Das zukünftige Nationalparktor Wildenburg

Am Fuß der Grafenburg

Im Februar, wenn der Winter scheinbar kein Ende nehmen will, ist man über jeden Sonnenstrahl froh. Also war der Entschluss zu einem kleinen Sonntagsausflug bei strahlend blauem Himmel schnell gefasst. Der Familienrat entschied, dass es heute zur Wildenburg gehen soll.

Ein Eintrittskarten nebst einem Schleckeis waren schnell gelöst und so konnte das Abentheuer beginnen. Zuerst haben die Kinder natürlich das große Klettergerüst direkt am Eingang erobert. Im folgenden Strechelgehege gingen sie dann mit Schafen und Ziegen auf Tuchfühlung.

weißes Damwild


Rotwild

Auch die Tiere in den großen Gehegen rechts und links vom Rundweg genossen sichtlich die ersten wärmenden Sonnenstrahlen. So ließen sich Dam- und Rotwild gut beobachten. Auch die ostasiatischen Sika-Hirsche konnten wir mit unserem Futterangebot nicht locken.

Sika-Wild

Sika-Hirsche

Wer hat Angst vorm bösen Wolf?

Wir erreichten das Gehege der Wölfe zu einem günstigen Zeitpunkt. Die Tierpfleger hatten erst kurz zuvor Futter in diversen Spalten und Mulden rund um einen Felsen versteckt. So konnten wir die Tiere aus nächster Nähe beobachten wie sie nach Beute stöberten. Es war für uns sehr beeindruckend den großen Jäger des Waldes in Aktion zu erleben. Steht man dem Wolf gegenüber, kann man schon nachvollziehen, dass er die Gemüter erhitzt. Dennoch sollte man sich Fragen, ob Deutschland nicht ein klein bisschen mehr Wildnis vertragen kann. Die Gefahren des Straßenverkehres werden z.B. deutlich weniger emotional diskutiert. In der aktuelle Sonderausstellung im Eingangsbereich der Wildtierparks kann man sein Wissen um Geschichte und Leben der Wölfe in Deutschland weiter vertiefen.


Am Wolfsgehege kann man sich zwischen einem kleinen und großen Rundweg durch den Wildpark entscheiden. Der Nachmittag war inzwischen bereits recht vorgeschritten. Deshalb nahmen wir den kurzen Weg. Bevor es aber zurück gehen konnte,. wartete ein weiterer kleiner Spielplatz auf die Kids.

Stolze Kletterkünstler

Der Rückweg führt uns führt uns an Muffelwild und Steinböcken vorbei. Weiter ging es dann an drei großen Vollieren mit verunfallten Greifvögeln. Auch die Enten und Gänse rund um einen kleinen Teich hatten in der Nachmittagssonne sichtlich viel Spass. Die Gehege von Waschbär und Wildkatze sahen leider ein wenig trostlos aus. Hi und Da sieht man schon, dass der Wildpark etwas in die Jahre gekommen ist. Hier wird sich sicherlich in den nächsten Jahren im Zuges des Ausbaues des neuen Nationalparktores einiges zum positiven verändern.

Die Burg der wilden Grafen

Das Wildgehege liegt am Fuß der Wildenburg. Bereits für die frühe Laténezeit (um 450 v.Chr.) wurde auf dem 630 m hohen Höhenkamm des Hunsrücks eine Befestigung nachgewiesen. Einer spätrömischen Wehranlage folgte dann um 1330 die Burg der Wildgrafen. Viel mittelalterliches gibt es leider nicht mehr zu sehen, die jetzigen Gebäude der Burg zeigen das Amtsmannshaus aus dem 18. Jahrhundert.

Der Stolz hoch oben auf dem einsamen Felsen wie ein Bleistift hochragende Bergfried wurde gar erst 1981 gebaut. Mit seinen 22 m Höhe kann man ihr als Landmarke aus vielen Richtungen gut erkennen. In der Burg ist ein Restaurant untergebracht, dass wir bei anderer Gelegenheit einmal austesten werden. Der Turm ist frei zugänglich. Bei klarem Wetter kann man hier einen grandiosen Rundumblick erleben.

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